TRANSFORM-R Projektstart
Zirkuläre Wertschöpfung bietet produzierenden Unternehmen zahlreiche Chancen. Sie kann dazu beitragen, Rohstoffkosten zu senken, Abfälle zu reduzieren, Lieferengpässe abzusichern und neue Umsatzquellen zu erschließen.
Der Weg zur zirkulären Wertschöpfung ist in der Praxis jedoch mit zahlreichen Hindernissen gepflastert: Bestehende Produktionslagen sind für lineare Prozesse optimiert, Datenströme zwischen einzelnen Funktionsbereichen historisch getrennt und Vertriebsstrukturen auf die Maximierung des Absatzvolumens neuer Produkte ausgerichtet. Jede Veränderung birgt die Gefahr, das bestehende Wertschöpfungssystem zu beeinträchtigen. Anstelle eines Innovationstreibers wird zirkuläre Wertschöpfung so zum reinen Kostenfaktor. Wie kann die Transformation dennoch gelingen?
Dieser Frage widmet sich das neu gestartete Forschungsprojekt TRANSFORM-R. Es soll Unternehmen dabei unterstützen, zirkuläre Geschäftsmodelle erfolgreich in ihr Portfolio zu integrieren. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte und durch den Projektträger Karlsruhe betreute Verbundprojekt zeichnet sich durch seinen interdisziplinären Forschungsansatz aus. Gleich drei Lehrstühle des ZESS sind am Projekt beteiligt:
Der Lehrstuhl Digital Engineering untersucht, wie Lebenszyklusdaten von Produkten systematisch gesammelt und automatisiert ausgewertet werden können.
Der Lehrstuhl Industrial Sales and Service Engineering fokussiert sich auf die Entwicklung neuer Wertangebote: Welche auf Gebrauchtprodukten basierenden Wertangebote werden von Kunden angenommen und warum?
Der Lehrstuhl für Produktionssysteme beschäftigt sich insbesondere mit dem Management von Geschäftsmodellportfolios: Wie lassen sich zirkuläre Gschäftsmodelle konfliktfrei in bestehende Portfolios einbringen?
Ziel des Projekts ist es, Unternehmen in die Lage zu versetzen:
- Vollständige Lebenszyklusdaten ihrer Produkte zu generieren
- Den Zustand von genutzten Produkten automatisiert zu bewerten
- passende R-Strategien für ihre Produkte auszuwählen
- neue Wertangebote mit hoher Kundenakzeptanz zu entwickeln
- Ihr Geschäftsmodelportfolio konfliktfrei zu erweitern
Nach dem erfolgreichen Kick-Off-Meeting in unserem Forschungsbau freuen wir uns umso mehr darauf, in den nächsten drei Jahren gemeinsam mit unseren Projektpartnern ANSMANN AG, CONTACT Software, Fachhochschule Südwestfalen, GEA Group, Gebr. Becker GmbH., KHS Group und Vorwerk Gruppe an diesem wichtigen Thema zu forschen und einen Beitrag zur zirkulären Transformation des Maschinen- und Anlagenbaus zu leisten!









