Mit CircuPEM startet neues Wasserstoffprojekt am ZESS

, ,

Am ZESS ist in dieser Woche ein neues Wasserstoff-Projekt gestartet. Beim Kick-off-Meeting zum Projekt CircuPEM haben sich die Teilnehmenden persönlich kennengelernt und die zukünftige Zusammenarbeit geplant.

Worum geht es im Projekt?

Die PEM-Elektrolyse ist ein Verfahren zur Gewinnung von grünem Wasserstoff. Dabei wird Wasser mittels elektrischer Energie in Sauerstoff und Wasserstoff umgewandelt. Das Verfahren bietet große Vorteile gegenüber anderen Wasserstofftechnologien: Es ist effizienter und kann schneller auf Schwankungen im Stromangebot reagieren.

Die Technologie bringt jedoch Herausforderungen mit sich: Sie ist von kritischen Rohstoffen abhängig, insbesondere von Titan und den Edelmetallen Iridium und Platin. Diese sind sehr teuer und in ihrer Verfügbarkeit stark limitiert. Darüber hinaus besteht die Membran aus potenziell toxischen Materialien.

Ziel des Projekts CircuPEM ist es deshalb, ein Konzept für die nachhaltige Produktion und Wiederverwertung der Kernkomponenten eines PEM-Elektrolyseurs zu entwickeln. Damit sollen die kritischen Rohstoffe bis zu 100 % wiederverwertet und die in der Membran enthaltenen toxischen Kunststoffe recyclingfähig gemacht werden.

Das Projekt wird seitens der Ruhr-Universität Bochum vom Industrial Sales and Service Engineering unter Leitung von Jens Pöppelbuß und vom Digital Engineering unter Leitung von Detlef Gerhard bearbeitet. Zu den Projektpartner*innen zählen das Heinz-Nixdorf Institut der Universität Paderborn, Fraunhofer Umsicht, die Heraeus Precious Metals GmbH und Direct Matter.

Gruppenfoto der CircuPEM Projektgruppe am ZESS